Nicht-PendlerInnen, Binnen- und GrenzpendlerInnen - Eine sozioökonomische Charakterisierung am Beispiel der Pendlerregion Bodenseeraum

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Zitationsvorschlag

Gottholmseder, Georg/Theurl, Engelbert (2006). Nicht-PendlerInnen, Binnen- und GrenzpendlerInnen - Eine sozioökonomische Charakterisierung am Beispiel der Pendlerregion Bodenseeraum. Wirtschaft und Gesellschaft 32 (2), 209–243.
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Abstract

Die Entscheidung, Arbeit am Wohnort anzubieten. zu Arbeitszwecken innerhalb der Region bzw. über die Grenze zu pendeln, hängt aus ökonomischer Sicht wesentlich von der Lage am Arbeitsmarkt, von der Ausgestaltung des Arbeits-, Sozial- und Steuerrechts, von der Verkehrsinfrastruktur sowie von sozio-ökonomischen Charakteristiken der Beschäftigten ab. Primäres Ziel dieses Beitrages ist es. Unterschiede in den sozio-ökonomischen Charakteristiken von Nicht-Pendlerlnnen. Binnenpendlerinnen und Grenzpendlerinnen zu identifizieren. um dadurch Aussagen für die oben angeführten Determinanten der Arbeitsplatzwahl zu gewinnen. Statistische Basis dieser Arbeit ist eine repräsentative Umfrage unter 1.250 Beschäftigten mit Wohnsitz in Vorarlberg. Die Analyse zeigt, dass Frauen seltener pendeln als Männer. Pendlerinnen haben ein höheres Bildungsniveau sowie höhere Positionen im Unternehmen als Nichtpendlerlnnen. Sie arbeiten zudem in größeren Unternehmen und beziehen ceteris paribus höhere Einkommen als Nicht-Pendlerlnnen. Dieser letzte Punkt gilt besonders ausgeprägt für Grenzpendlerlnnen. Das Einkommensmotiv kristallisiert sich auch als überragendes Motiv für das Grenzpendeln heraus, während steuerliche Aspekte, die Arbeitsmarktsituation, die Familientradition und die Erweiterung des beruflichen Horizonts von untergeordneter Bedeutung zu sein scheinen.

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