Abstract
In Josef Steindls wissenschaftlichem Nachlass fanden sich zwei kurze, bisher unveröffentlichte, methodologische Arbeiten mit Anregungen zur Bildungs- und Forschungspolitik aus den frühen Siebzigerjahren. Steindl sah schon damals die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit durch die unkontrollierbare Dynamik des Industriekapitalismus gefährdet. Nach seiner Argumentation erfordern die umweltpolitischen Herausforderungen die Überwindung der strengen Fragmentierung in der Wissenschaft und eine integrierte Wissenschaftspolitik, die interdisziplinäre Forschung nicht nur innerhalb der Sozialwissenschaften sondern auch zwischen den Sozial- und Naturwissenschaften herbeiführt und Strategien im Hinblick auf neue, nachhaltige Ziele jenseits des Wirtschaftswachstums erarbeitet.

