Wenn Preise 'steigen' und Märkte 'beruhigt' werden: Wie Sprache den Kapitalismus stabilisiert: Sahner, Simon/Stähr, Daniel (2024): Die Sprache des Kapitalismus

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Zitationsvorschlag

Beran, Sarah (2026). Wenn Preise ’steigen’ und Märkte ’beruhigt’ werden: Wie Sprache den Kapitalismus stabilisiert: Sahner, Simon/Stähr, Daniel (2024): Die Sprache des Kapitalismus. Wirtschaft und Gesellschaft 51 (4), 109–115. 10.59288/wug514.325
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Copyright (c) 2026 Wirtschaft und Gesellschaft

Rezensiertes Werk

Sahner, Simon/Stähr, Daniel (2024): Die Sprache des Kapitalismus

Abstract

Steigen Preise wirklich von alleine, oder werden sie erhöht? Sind Märkte eigenständige Lebewesen, die beruhigt werden müssen? Simon Sahner und Daniel Stähr zeigen in „Die Sprache des Kapitalismus” auf, wie Metaphern, Redewendungen und scheinbar neutrale Begriffe das kapitalistische System rechtfertigen und stabilisieren. Von der Finanzkrise bis zur Klimakatastrophe zeigen die Autoren, wie politische und ökonomische Akteur:innen durch Sprache Verantwortung verschleiern, Alternativen unsichtbar machen und Ungleichheit neutralisieren. Die zentrale These: Sprache ist keine neutrale Beschreibung der Realität, sondern eine tragende Säule des Kapitalismus. Wer die Sprache kontrolliert, kontrolliert die Grenzen des Denkbaren. Ein lesenswertes Buch nicht nur für Ökonom:innen, sondern für alle, die ihre eigene Alltagssprache kritisch reflektieren möchten.

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