Die neoliberalen Feinde freier Grenzen und freier Währungen: Slobodian, Quinn (2025): Hayek’s Bastards. Race, Gold, IQ, and the Capitalism of the Far Right.

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Zitationsvorschlag

Pointner, Wolfgang (2026). Die neoliberalen Feinde freier Grenzen und freier Währungen: Slobodian, Quinn (2025): Hayek’s Bastards. Race, Gold, IQ, and the Capitalism of the Far Right. Wirtschaft und Gesellschaft 52 (1), 157–164. 10.59288/wug521.157-164
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Rezensiertes Werk

Slobodian, Quinn (2025): Hayek’s Bastards. Race, Gold, IQ, and the Capitalism of the Far Right.

Abstract

Während mit neoliberaler Ideologie meist Forderungen nach grenzenloser Kapitalverkehrsfreiheit oder unbegrenztem Personenverkehr verbunden werden, beschreibt Quinn Slobodian in diesem Buch eine Gruppe, die sich zwar einerseits auf Hayek und freie Märkte beruft, aber der Freiheit auch ganz klare Grenzen aufzeigen will. Minderheitenrechte, deren realpolitische Durchsetzung die tradierte Hierarchie erschüttern würde, sollen eingegrenzt werden. Diese Hierarchie zu verteidigen oder wiederherzustellen ist ein Ziel von „Hayek’s Bastards“, den nationalchauvinistischen Ablegern des Neoliberalismus. Slobodian dokumentiert deren Versuche, die gesellschaftliche Teilhabe von Migrant:innen und Angehörigen anderer Ethnien einzuschränken, indem sie rassistische Unterschiede zwischen Menschengruppen als alternative Fakten in den politischen Diskurs einführen. Um die staatlichen Spielräume für politische Maßnahmen gegen soziale Ungleichheit zu beschränken, fordern sie die Wiedereinführung des Goldstandards. Auf diese Weise soll eine gesellschaftliche Hierarchie restauriert werden, in der jene, mit denen sich diese Autoren identifizieren, wieder unangefochten die herrschende Elite der Gesellschaft darstellen. Diese reaktionäre Identitätspolitik scheint derzeit nicht ganz erfolglos zu sein.

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