Reich bleiben in Österreich

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Zitationsvorschlag

Fessler, Pirmin/Schürz, Martin (2013). Reich bleiben in Österreich. Wirtschaft und Gesellschaft 39 (3), 343–360.
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Abstract

Die Vererbung von Vermögen ist entscheidend für die Reproduktion sozialer Ungleichheit. Auf Basis von Daten des "Household Finance and Consumption Survey" beschäftigt sich dieser Artikel mit dem Erbgeschehen in Österreich. Wahrnehmungen zum Erben, Häufigkeit und Umfang des Erbens sowie seine dynastische Bedeutung werden behandelt. Generell wird in der Bevölkerung demnach eine aus dem Erben resultierende gesellschaftlich bevorzugte Stellung abgelehnt. Innerhalb der Gruppe der Erben wird die Besserstellung aber tendenziell eher für gerechtfertigt gehalten. Je vermögender Haushalte sind, desto häufiger haben sie auch schon etwas geerbt. Bei den Erben liegt der Mittelwert des Nettovermögens bei rund 460.000 D und ist damit fast dreimal so hoch wie jener der Nicht-Erben (rund 160.000 D). Die 35% Erbenhaushalte verfügen über mehr als 62% des gesamten Nettovermögens. Die Erben sind jene, die viel weitervererben und so die Vermögenskonzentration vorantreiben.

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