Wohnpolitische Strategien: Liberalisierung oder politische Intervention?

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Zitationsvorschlag

Tockner, Lukas (2012). Wohnpolitische Strategien: Liberalisierung oder politische Intervention?. Wirtschaft und Gesellschaft 38 (1), 57–76.
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Abstract

Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise hatte in vielen Ländern ihren Ursprung auf den Immobilienmärkten. Vor diesem Hintergrund werden die Konsequenzen liberalisierter Wohnungsmärkte untersucht. Dabei wird zuerst gezeigt, dass ein theoretischer Blick auf die Eigenheiten der Wohnungsmärkte gute Gründe für ein Marktversagen liefert. Zweitens wird anhand von ökonomischen Schlüsselvariablen dargelegt, welche Konsequenzen eine wohnpolitische Strategie, die auf Liberalisierung setzt, langfristig zeitigt. Länder, die diesen Weg beschritten haben, erlebten einen starken Anstieg der Haushaltsverschuldung und sind seit Beginn der Krise mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Der wohnpolitische Diskurs hat sich trotz dieser markanten Ereignisse bisher nicht substanziell geändert, wie eine abschließende Analyse der jüngsten wohnpolitischen Vorschläge der OECD zeigt. Die Pariser Organisation setzt weiterhin auf freie Wohnungsmärkte und Eigentumsbildung. Direkte politische Interventionen auf der Angebotsseite, welche für ein ausreichendes und erschwingliches Wohnungsangebot zentral sind, bleiben per Definition ausgeschlossen.

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