Führt der Wohlfahrtsstaat zu mehr Gleichheit? Vergleichende Analyse von Umfang, Entwicklung und Wirkung von Sozialausgaben in Österreich und anderen OECD-Ländern seit 1960

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Zitationsvorschlag

Prettenthaler, Franz/Sturn, Richard (2003). Führt der Wohlfahrtsstaat zu mehr Gleichheit? Vergleichende Analyse von Umfang, Entwicklung und Wirkung von Sozialausgaben in Österreich und anderen OECD-Ländern seit 1960. Wirtschaft und Gesellschaft 29 (3), 389–413.
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Abstract

Der Beitrag, der zunächst auf Sozialstaatstypisierungsversuche a Ia Esping-Andersen eingeht, analysiert ausführlich die Höhe und die langfristige Dynamik von Sozialausgaben in Österreich und anderen ausgewählten OECD Ländern, vorwiegend Westeuropas und der USA. Neben dem Aufriss jüngerer methodischer Diskussionen, ob etwa die Brutto- oder die Nettosozialleistungsquote der relevantere Indikator für die Intensität der Sozialleistungen eines Staates darstellt, werden für beide Kennzahlen Regressionen sowohl mit Gleichheits- und Armutsindikatoren gerechnet, wobei es für die Bruttosozialleistungsquote einen signifikant negativen Zusammenhang mit dem Ausmaß der Ungleichheit gibt, während ein solcher Zusammenhang für die Nettosozialleistungsquote nicht festgestellt werden kann. Derselbe Zusammenhang kann auch für verschiedene Armutsindikatoren, nicht aber die Intensität der Armut gezeigt werden. Diese Analysen zeigen somit eine Reihe von offenen Fragen über den Wirkzusammenhang von Sozialausgaben und den erwähnten Erfolgsindikatoren auf, auch wenn der These der Ineffektivität des Wohlfahrtsstaates klar widersprochen werden muss.

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