Gleichstellungswirkungen von Budgetkonsolidierungen

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Schlagworte

Gleichstellung
Budgetkonsolidierung
Gender Budgeting

Zitationsvorschlag

Schratzenstaller, Margit/Bock-Schappelwein, Julia/Mayrhuber, Christine (2026). Gleichstellungswirkungen von Budgetkonsolidierungen. Wirtschaft und Gesellschaft 52 (2), 19–52. 10.59288/wug522.19-52
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Copyright (c) 2026 Wirtschaft und Gesellschaft

Abstract

Der Artikel stellt systematisch die Wirkungskanäle und -dimensionen unterschiedlicher ausgaben- und einnahmenseitiger Konsolidierungsoptionen in Bezug auf die Geschlechtergleichstellung dar. Anhand von mehreren beispielhaften Politikfeldern wird die aufgrund ihrer unterschiedlichen sozioökonomischen Ausgangsbedingungen ungleiche Betroffenheit von Frauen und Männern aufgezeigt. Ausgabenseitige Konsolidierungsmaßnahmen vergrößern tendenziell bestehende Gleichstellungsdefizite, wenn ein Zurückfahren oder ein unzureichendes Niveau öffentlicher Leistungen durch unbezahlte Arbeit kompensiert werden muss; ebenso dann, wenn verringerte Geldleistungen das im Durchschnitt geringere Fraueneinkommen relativ stärker belasten. Auch eine restriktive Beschäftigungspolitik in öffentlichen Dienstleistungsbereichen trifft die dort überrepräsentierten Frauen stärker. Einnahmenseitige Maßnahmen können Gleichstellungsdefizite ebenfalls verstärken, insbesondere von der individuellen Einkommenssituation unabhängige Erhöhungen von Gebühren, Umsatz- oder Verbrauchssteuern sowie von Sozialbeiträgen und der Einkommen- bzw. Lohnsteuer im unteren Einkommensbereich.

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