Abstract
Die Idee einer „Arbeitsplatzgarantie für Langzeitarbeitslose“ sieht vor, dass öffentlich geförderte Arbeitsplätze für jene Personen geschaffen werden, die auf dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden. Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich hat ein solches Modellprojekt einer Arbeitsplatzgarantie befristet in die Praxis umgesetzt. Dieser Beitrag beschäftigt sich anhand des Modellprojekts mit der Frage, wie das Konzept eines „employer of the last resort“ auf Gemeindeebene umgesetzt werden kann. Umfassende Daten einer Begleitstudie ermöglichen multiperspektivische Einblicke in die Möglichkeiten und Restriktionen der lokalen Umsetzung. Die Ergebnisse zeigen, dass der öffentliche Bedarf an Arbeit groß ist und in passende Arbeitsplätze gegossen werden kann. Kooperation, Finanzierung, Trägerorganisationen, Teilnehmende und der Faktor Zeit sind dabei wichtig und können die Umsetzung sowohl fördern als auch hemmen. Durch die Rückbindung an ähnliche Projekte schließt der Beitrag mit einem Blick auf die Ausweitung von Möglichkeiten und die Eindämmung von Restriktionen in der Umsetzung einer Arbeitsplatzgarantie für Langzeitarbeitslose auf Gemeindeebene.

