Personenbezogene Auswertung der geringfügigen Beschäftigung

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Biehl, Kai (2004). Personenbezogene Auswertung der geringfügigen Beschäftigung. Wirtschaft und Gesellschaft 30 (4), 531–550.
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Abstract

In ihrer weit überwiegenden Mehrzahl repräsentierten die geringfügig Beschäftigten des Jahres 2000 einen Personenkreis mit nur teilweiser Integration in das Beschäftigungssystem bzw. in die Arbeitsmärkte überhaupt. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass das Gesamtjahr 2000 von einer guten konjunkturellen Entwicklung und daraus folgend einer merklichen Arbeitsmarkterholung gekennzeichnet war: Es kann also davon ausgegangen werden, dass die beteiligten Personen vergleichsweise zumindest gewisse Wahlmöglichkeiten vorfanden. Damit so jedoch keinesfalls eine weitgehende Freiwilligkeit der zugrundeliegenden Entscheidung unterstellt sondern lediglich betont werden, dass die Arbeitsmarktbedingungen sowohl in den vorangegangenen als auch in den folgenden Jahren für Erwerbsinteressierte erheblich ungünstiger waren. Es spricht viel dafür, dass sich der Trend mancher Branchen, die Arbeit immer stärker zu verdichten, bei gleichzeitiger immer feiner werdender Aufteilung des Arbeitsvolumens auf verschiedene Personen vor allem im Bereich der untersten Zeitkontingente seither fortgesetzt hat. Für insgesamt 204.267 Personen war geringfügige Beschäftigung die einzige erfasste Erwerbstätigkeit im Beobachtungsjahr. Davon waren 18.619 in dem Jahr bereits in Pension. Da in dieser Datenauswertung selbstständige Erwerbstätigkeiten nicht gesondert erfasst wurde - dies betrifft etwa 25.000 Personen mit ausschließlich geringfügiger Beschäftigung in unterschiedlichen Maße - muss für die Berechnung des Personenkreises mit ausschließlich geringfügiger Erwerbstätigkeit die Erwerbspersonenauszählung für das Jahr 2000 herangezogen werden. Diese Auszählung ist allerdings nach Erwerbsformen untergliedert und berücksichtigt Karenz und Pension nicht als gesonderte Gruppen. Nach dieser Auswertung waren im Jahr 2000 181.000 Personen über den gesamten Beobachtungszeitraum ausschließlich geringfügig beschäftigt. davon 130.000 Frauen. 17.500 von diesen hatten auch Perioden registrierter Arbeitslosigkeit.

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