Abstract
Steigende Militärausgaben entfalten nur begrenzte Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationseffekte, während Kriege erhebliche ökonomische und gesellschaftliche Schäden verursachen. Aufgrund des russischen Kriegs gegen die Ukraine und geopolitischer Unsicherheiten hat sich die europäische Sicherheits- und Fiskalpolitik stark auf Aufrüstung refokussiert. In diesem Beitrag werden die ökonomischen Perspektiven auf Rüstung und Krieg sowie aktuelle Entwicklungen der europäischen und österreichischen Verteidigungspolitik dargestellt. Wir widmen uns der Frage, wer vom aktuellen Rüstungsboom profitiert und wer ihn wie zu finanzieren hätte. Abschließend diskutieren wir, welche Rolle Rüstungspolitik aus gewerkschaftlicher Sicht einnehmen kann.

