Abstract
Diese Studie untersucht den Wiener Mietwohnungsmarkt und zeigt, dass der soziale Wohnbau eine preisdämpfende Wirkung hat. Haushalte in Gemeindebauten und Wohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV)zahlen niedrigere Wohnkostenals im privaten Mietsektor. Haushalte in GBV–Wohnungen bewerten ihre Wohnsituation zudem signifikant besser. Allerdings hat die Wohnkostenbelastung sowohl im privaten als auch im GBV–Segment zugenommen und letztere zu einer zunehmenden Entkoppelung von Gemeinde–und GBV–Wohnungen geführt. Im internationalen Vergleich mit Berlin und Hamburg zeigt sich dennoch die hohe Effektivität der Wiener Wohnungspolitik. Während in den beiden deutschen Städten bereits rund zwei Fünftel der Haushalte mit Überbelastung durch die Wohnkosten konfrontiert sind, beträgt der Wert in Wien nur etwa 15 %. Die Studie empfiehlt den Ausbau des sozialen Wohnbaus, eine strengere Regulierung des privaten Mietmarkts sowie gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Neubaukosten, um bspw. die Eigenmittelbeträgeim GBV–Segment zu senken.

