Die Arbeitsbeziehungen im postsowjetischen Russland : Endogene Interdependenzen und äußere Vorbilder

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Pankov, Vladimir (2006). Die Arbeitsbeziehungen im postsowjetischen Russland : Endogene Interdependenzen und äußere Vorbilder. Wirtschaft und Gesellschaft 32 (4), 505–530.
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Abstract

ln allen Transformationsländern, auch in der Russischen Föderation (RF), waren die sozialökonomische Entwicklung und der Reformprozess in Richtung Marktwirtschaft und pluralistische Demokratie vor allem durch die Revolution in den Eigentumsverhältnissen (Schlagwort: Privatisierung) sowie durch das Zustandekommen von neuen Märkten und Institutionen gekennzeichnet, was in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur auch den gebührenden Niederschlag fand. Dagegen blieb der wichtige Bereich der Arbeitsbeziehungen etwas im Hintergrund der wissenschaftlichen Forschungen bezüglich der Reformländer, obwohl auch hier eine tief greifende Revolution stattgefunden hat. ln dem vorliegenden Artikel ist der Autor bestrebt, diese Lücke wenigstens teilweise zu schließen. Er untersucht die Beziehungen im russischen sozialen Dreieck, das entgegen anders lautenden Behauptungen keine wahre Sozialpartnerschaft verkörpert (nicht zuletzt wegen fehlender Mitbestimmung), und im System der Tarifverträge (Kollektivverträge) auf betrieblicher und sektoraler Ebene, geht der Problematik der Arbeitsverträge nach und beleuchtet die Situation in den besonders brisanten Bereichen der Lohngestaltung und der Beschäftigung. Insgesamt entsteht ein Bild frühkapitalistischer Beziehungen. Allerdings häufen sich unter den Bedingungen der abgeschlossenen Urakkumulation des Kapitals und des seit der Jahrhundertwende kräftigen Wirtschaftswachstums Zeichen der Erholung und Stabilisierung in der russischen Arbeitswelt.

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