Ein-Personen-Unternehmen in Österreich

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Mandl, Irene/Gavac, Karin/Hölzl, Kerstin (2009). Ein-Personen-Unternehmen in Österreich. Wirtschaft und Gesellschaft 35 (2), 215–236.
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Copyright (c) 2009 Wirtschaft und Gesellschaft

Abstract

Die ökonomischen, demografischen und soziodemografischen Entwicklungen der letzten Dekade führten und führen zu Veränderungen in der Arbeitswelt und den Erwerbsformen, u. a. auch zu einem Trend zu Ein-Personen-Unternehmen (EPU). EPU sind selbstständige Wirtschafttreibende auf Voll- oder Teilzeitbasis, die ihre dauerhaft auf den Markt ausgerichtete Tätigkeit ohne MitunternehmerInnen und MitarbeiterInnen ausüben. In der Gewerblichen Wirtschaft ist etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen den EPU zuzurechnen (Tendenz steigend), wobei der Anteil insbesondere in den Sparten Information und Consulting sowie Handel überdurchschnittlich hoch ist. Innerhalb der Gruppe der EPU zeigt sich eine große Heterogenität, z. B. hinsichtlich der Charakteristika der Unternehmerin oder des Unternehmers, der Art der wirtschaftlichen Tätigkeit, der Marktorientierung, des Arbeitsausmaßes oder der Ertragskraft. Von einem "typischen EPU" kann somit nicht gesprochen werden. Als größte Herausforderung der Zukunft sehen die österreichischen EPU in erster Linie die Bewältigung von Themen struktureller Natur (Konkurrenzsituation). Da davon auszugehen ist, dass Ein-Personen-Unternehmen in steigendem Ausmaß die Wirtschaftsstruktur in Österreich prägen werden, sind eine verstärkte Beschäftigung mit dieser Unternehmensgruppe, Verständnis für deren spezifischen Herausforderungen und die Entwicklung von maßgeschneiderten, zielgruppenadäquaten Maßnahmen ein Gebot der Stunde.

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