Die Liberalisierung des österreichischen Postmarktes, neue Unternehmensstrategien und die Folgen für Beschäftigung und Arbeitsbedingungen

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Zitationsvorschlag

Hermann, Christoph (2009). Die Liberalisierung des österreichischen Postmarktes, neue Unternehmensstrategien und die Folgen für Beschäftigung und Arbeitsbedingungen. Wirtschaft und Gesellschaft 35 (2), 237–255.
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Abstract

Seit zehn Jahren wird in Österreich und Europa schrittweise der Postmarkt liberalisiert. Bis spätestens 2011 sollen auch noch die letzten Barrieren fallen und der gesamte österreichische Postmarkt für alle Postdienstleister offen sein. Während Liberalisierungsbefürworter davon ausgehen, dass die Konkurrenz zwischen verschiedenen Anbietern automatisch die Effizienz und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen steigert, stellt dieser Beitrag eine solche Schlussfolgerung in Frage. Unternehmensfallstudien beim ehemaligen Monopolisten und bei einem neuen Herausforderer zeigen deutlich unterschiedliche Unternehmensstrategien. Während die ehemaligen Monopolisten in die Automatisierung ihres Verteilerapparates investieren und Arbeit intensivieren, konkurrieren die Mitbewerber vor allem durch die Beschäftigung von billigen Arbeitskräften, viele davon Selbstständige, die nach Stücklöhnen bezahlt werden. Die Auswirkungen auf die Postkunden sind ebenfalls unterschiedlich: Große Unternehmen bzw. Geschäftskunden dürften von der Liberalisierung profitiert haben, für kleine Kunden und für Privathaushalte am Land sind die Folgen eher negativ.

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