Abstract
Infolge des chaotischen Zerfalls der UdSSR und der tief greifenden, für Wirtschaft und Gesellschaft äußerst schmerzlichen Transformationskrise (1992 bis 1998 ging das russische BIP um ca. 40% zurück), die 1998/99 ihren Tiefpunkt erreicht hatte, verlor die Russische Föderation (RF) objektiv die Rolle eines Kraft- und Gravitationszentrums der Weltwirtschaft, welche die Sowjetunion zweifellos innegehabt hatte. Als Ergebnis der Belebung und dann der Hochkonjunktur der russischen Volkswirtschaft 1999 bis 2007 hat sich die weltwirtschaftliche Lage der RF verbessert, bleibt jedoch in vieler Hinsicht problematisch. Der Autor gibt der Leserschaft eine differenzierte Analyse der Positionen Russlands in allen wichtigen Bereichen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen: Handel mit Waren und Dienstleistungen, Direktinvestitionen, Arbeitsmigration, internationalen Währungsbeziehungen. Es wird nachgewiesen, dass die bisherige Bilanz der Beteiligung der RF an der Globalisierung ausgeglichen oder leicht negativ ausfällt. Trotzdem ergeben die bisherigen Entwicklungstendenzen der Weltwirtschaft und der RF seit Jahrtausendwende für Russland mittelfristig wie auch auf längere Sicht keine ungünstige Perspektive. In diesem Zusammenhang werden die Ergebnisse einer Prognose für die Evolution der Positionen Russlands im Welthandel bis 2017 präsentiert.

